02. August 2018 | 0 Kommentare | Supplement

Fresh Drink – Vom Eistee bis zur Schorle voll im Saft

Mit Eistee, Limonade, Schorle und Fruchtsäften wirbelt die Firma Fresh Drink den Schweizer Getränkemarkt auf. Weil die Unternehmensgründer stets die Nase im Wind hatten und bei der Qualität keine Kompromisse machten, konnten sie die Produktion mit den Jahren von der heimischen Küche abziehen und in einen stark automatisierten Betrieb umwandeln.

Eistee für Erwachsene, der schmecken sollte wie der typische Wandertee, den Generationen von Schweizern in ihre Thermoskannen füllten, bevor sie die Schuhe schnürten: Das war die Vision von Bruno Schiess und Markus Raths. Die beiden Gründer, einer Lebensmittelingenieur, der andere Önologe, legten 2003 in der Küche von Bruno Schiess mit zaghaften Brauversuchen los. Ihr erstes Produkt, die mittlerweile verkaufte Fruchtsaftmarke Zamba, erfreute da schon seit ein paar Jahren die Kundinnen und Kunden in Zürich. Nun also Eistee. Mehrere Sorten frisch aufgebrühter Tee mit wenig oder ganz ohne Zucker, ein paar Zentilitern natürlichem Fruchtsaft oder Teekräutern aus dem Puschlav – alles in Bio-Knospe-Qualität, das war der Plan. Ein Jahr später folgten die ersten Gehversuche im Markt. Chaya – auf diesen klingenden Namen war der Eistee zwischenzeitlich getauft worden – kam auf Anhieb gut an. Auch der ZFV war Abnehmer der ersten Stunde. «Es ging eigentlich immer nur aufwärts», sagt Bruno Schiess rückblickend. «Wir befinden uns in einer anhaltend konstanten Wachstumsphase.»chaya_produktion

Ausdauer, Innovation und Qualitätsbewusstsein
Über die Jahre folgte die Erweiterung des Sortiments um die Fruchtsaftlinie «Sluups» und die Limonadenmarke «Liim’s» sowie verschiedene Fruchtschorlen. Parallel dazu hat das Unternehmen viel in die Modernisierung der Produktion investiert, die Bio-Zertifizierung für Chaya erreicht und die Firma Fresh Drink AG als Vertriebsplattform für verschiedene Getränke gegründet. Heute beschäftigt Fresh Drink rund 20 Mitarbeitende in einem stark automatisierten Betrieb in Fällanden und freut sich über den jüngsten Erfolg der zwei alkoholfreien Fruchtsaft-Power-Shots «Ginger» und «Guarana». «Wir bemühen uns, immer innovativ zu sein. Wenn wir an ein Produkt glauben, zeigen wir Ausdauer, wie zum Beispiel mit unseren neuen Shots. Bei der Qualität sind wir zu keinerlei Abstrichen bereit», fasst Schiess das Erfolgsrezept zusammen. Dass dazu auch viel Fleiss und Disziplin gehören, erwähnt er nicht. Vorbei sind die Zeiten, in denen er mit seinem Partner nächtelang Früchte gepresst oder tausende Flaschen von Hand mit dem Deckel verschlossen hat.

Augenschein in der Teeküche XXL
Hände desinfizieren, Haube auf den Kopf, Eintrag im Besucherregister – und los geht’s. Wer die Produktion betritt, riecht als erstes den Duft von Schwarztee, Hibiskus, Zitrone. Der Lärm der Maschinen füllt den Raum. «Jede Stunde stellen drei Produktionsmitarbeitende 4’500 leere Flaschen aufs Band, hinten kommen sie gefüllt, etikettiert, mit Datumsangabe versehen und zu Zwölferpackungen verschweisst wieder raus», so Bruno Schiess. Routiniert erklärt er die verschiedenen Stationen und Arbeitsschritte der Abfüllmaschine und stellt ein paar umgekippte Flaschen gerade hin. Im Lager nebenan zeigt Bruno Schiess die Behälter voller Zitronenmelisse, Hagebutten und Frauenmantelblätter. Die getrockneten Kräuter werden später mit anderen Zutaten im Brautank auf ein Sieb gegeben und von heissem Wasser durchströmt. Auch Zucker und Fruchtsaft werden hier zugefügt, bevor in einer Zentrifuge sämtliche Frucht- und Teerückstände ausgefiltert werden. Danach wird der Tee pasteurisiert und in riesigen 6’000-Liter-Tanks gelagert. 30 Minuten nach dem Aufbrühen ist der Eistee bereit, die «Teeküche XXL» in Richtung Abfüllanlage zu verlassen.

Ein Sortiment aus freakigen Produkten und Topsellern
Auch die fünf Sorten der stillen Limonade «Liim’s» – darunter so Ausgefallenes wie die kalt gebraute Kaffee-Limonade «Zack die Bohne» oder die mit der asiatischen Würzwurzel aromatisierte Power-Variante «Kurkuma» – werden in Fällanden produziert und abgefüllt. «Wir streben mit unserem Sortiment eine gute Mischung aus freakigen Trendprodukten und beliebten Klassikern wie dem Langzeitliebling Chaya Alpen-Tee mit Puschlaver Alpenkräutern an», erklärt Bruno Schiess. Selbst mag er die neuen zuckerlosen Chaya-Sorten sehr gern, sowie alles, was Ingwer drin hat. Ingwer findet sich nicht nur in Liim’s «Ginger», sondern auch in einigen Fruchtsäften der Marke Sluups. «Nach dem Verkauf von Zamba sind wir von mehreren Kunden regelrecht gebeten worden, wieder Fruchtsäfte zu vertreiben.» Bruno Schiess und Markus Raths liessen sich «erweichen», weil sie mit der HPP-Technologie eine schonende Methode gefunden hatten, um die Haltbarkeit frischer Fruchtsäfte zu verlängern. «HPP bedeutet High Pressure Preservation», erklärt der Lebensmitteltechnologe. Bei diesem Hygieneverfahren wurden die Zellen von Mikroorganismen nicht mit Hitze oder Chemie zerstört, sondern mit starkem Druck von bis zu 7’000 bar. Bis zu 40 Tage lässt sich ein HPP-Saft halten, rund zehnmal länger als ein frisch gepresster Saft ohne Druckbehandlung – ganz ohne Verlust von Geschmack, Vitaminen und Nährstoffen. Weil die HPP-Technologie so teuer ist, lässt Fresh Drink ihre 13 verschiedenen Säfte in Holland herstellen. Bei den Rezepten haben die beiden Schweizer aber die Finger drin. Von Müesli-Drinks über natürliche Protein-Getränke bis zu Gemüse-Smoothies: Was in den herzigen kleinen Fläschli von Sluups landet, sind fruchtbare Ideen vom Feinsten.

pfefferminze

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht’s zum Supplement Magazin – viel Spass beim Durchblättern